Freitag, 16. November 2007

MEIN GÄSTEBUCH

Ich habe endlich ein Gästebuch!

Viel Spaß beim Nachrichten hinterlassen ;)
Ich freue mich drauf!

Mittwoch, 14. November 2007

Meine Sprachklassen...


Ja, wie sieht es eigentlich mit meinen Sprachklassen aus?
Die Klassen decken die ganze Bandbreite ab – von Kinder Englisch bis Sprachklassen mit Senioren, Christen – Nichtchristen, von blutigen Anfängern bis fast Nativspeaker ist wirklich alles vertreten. Ihr seht die Klassen sind sehr unterschiedlich und jede auf ihre Art etwas ganz besonderes!
Ich möchte keine der Klassen mehr missen!

Ich merke wie ich jeden Einzelnen immer besser kennenlerne (sie mich natürlich auch) und dass eine gewisse "Vertrautheit" entsteht.
Ich bin nicht mehr "die Ausländerin, die Englisch/ Deutsch lehrt" sondern ich bin Judith, die ihnen beim Englisch/Deutsch lernen und verbessern hilft.

Kann es eine schönere Belohnung geben als ein Kindergesicht, das auf einmal anfängt von ganz tief innen zu strahlen und dir ein „Wakatta!“ („Ich habe es verstanden!“) entgegen wirft?
Oder wenn Leute aus meinen Sprachklassen auch zu anderen Veranstaltungen in den Gemeinden kommen – und das obwohl sie keine Christen sind?
Oder wenn ein Kind während der „bible time“ (die das Ende jeder Sprachklasse ist) von dem Erzählen so berührt und (im postiven Sinne) aufgebracht ist, dass sie einfach zwischen rein ruft und nicht mehr aufhört Fragen zu stellen?
Oder wenn Leute die man durch Traktate verteilen zu etwas eingeladen hat auch wirklich kommen?

Solche Dinge passieren nicht jede Stunde, und auch nicht jede zweite. Aber hin und wieder!Für manchen mögen das alles Kleinigkeiten sein – aber mir bedeuten sie sehr viel!

Ein Tag am Meer ... die Bilder

Ein Tag am Meer ... (15.10)

Ein Tag am Meer ... (15.10)


... wir hatten es uns schon seit einiger Zeit vorgenommen und am 15.10. (ist mittlerweile auch schon wieder eine ganze Weile her, ich weiß) haben wir es dann endlich gemacht:
Nachdem wir Fünf ca. 1,5 Stunden mit dem Zug unterwegs waren sind wir in Utsumi und somit am Meet angekommen. Palmen, Sandstrand, Meer ... so nah und trotzdem so anders (als das, was ich bisher von Japan kennengelernt habe)!

Leider konnten wir (zwcks einer Quallen Invasion, die Mitte September einsetzt hat) nicht mehr schwimmen, aber auch so haben wir das Wasser, den Strand, die Sonne und die anschließende Zeit im Onsen (heiße Quelle) in vollen Zügen genossen! Es war wirklich ein wunderschöner Tag!

Bilder sagen mehr als Worte, deshalb habe ich ein neues Album angelegt :)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Kleine und große Wunder...


Immer wieder wird mir bewusst, wie viele wunderbare Menschen mir Gott hier zur Seite stellt! Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar!
In der Gemeinde gibt es einen Mann, der es sich zur "Aufgabe" gemacht hat mir jeden Sonntag ein bisschen Japanisch beizubringen. Angefangen hat er mit den Zahlen bis 5. Und dann ging es jede Woche ein bisscen weiter. Mehr Zahlen, Farben und Körperteile.
Er spricht fast nur Japanisch mit mir und ich frage ihm (meistens auf Englisch oder einem Mix aus Japanisch und Englisch) Löcher in den Bauch. Eine sehr lustige Kombination aber irgendwie klappt es und früher oder später verstehen wir uns immer.


Als wir nach Utsumi gefahren sind standen wir auf einmal an einem Bahnhof und wussten nicht mehr welchen Zug wir nehmen sollten. Wir waren schon so weit, dass wir uns nicht mehr wirklich auskannten.
Pötzlich hat uns ein Bahnangestellter aus heiterem Himmel auf Englisch (!) angesprochen (es ist schon so schwer genug jemanden zu finden, der sich traut einem auf Englisch weiterzuhelfen - aber das man von jemandem angesprochen wird kommt noch seltener vor!) und gefragt ob er uns weiterhelfen könnte.

In einer anderen Situation sollte ich zu einem der Missionare kommen. Da ich eigentlich wusste wo sie wohnt habe ich bei der Wegbeschreibung nicht so ganz 100%-ig zugehört. Naja, ich bin also vom Bahnhof (normalerweise bin ich immer mit dem Fahrrad hingefahren) losgelaufen und wusste nach einiger Zeit, dass ich zwar in die richtige Richtung, aber definitiv zu weit, gelaufen war.
Dem nächsten Japaner, der mir zu Fuß entgegen kam habe ich den Zettel mit der Adresse unter die Nase gehalten und gefragt ob er wüsste wie ich dort hin komme. Er wusste es nicht, hat sich aber trotzdem sehr viel Mühe gegeben mir trotzdem irgendwie zu helfen. Also sind wir ca. 15 Minuten in der Gegend rumgetappt bis ich mich irgendwann bei ihm bedankt und verabschiedet habe (sonst hätte er sich verpflichtet gefühlt auch noch eine weitere Stunde mit mir im Kreis rumzulaufen).
Und auf einmal sehe ich ein großes Geschäft, in dem ich in den ersten Tagen hier in einmal kurz mit einem Missionar gewesen bin. Und dadurch habe ich dann relativ einfach den Weg gefunden.


Daran habe ich mal wieder gesehen, wie genial sich Gott um mich kümmert!
Manchmal bekommen wir seine Hilfe "einfach so" wie dieser Mann, der einfach auf uns zukam und uns von sich aus die Hilfe angeboten hat, die wir gerade brauchten.
Und dann wiederum, in anderen Situationen, gibt er uns nicht die "Lösung"/ Hilfe, die wir uns vielleicht erhofft haben. Aber er gibt uns trotzdem das, was wir in dem Moment brauchen!
Dieser andere Japaner konnte mir nicht den Weg zeigen oder erklären - aber er hat mich (auch wenn er das nicht wusste) zu einem Platz gebracht, von dem aus ich dann alleine den Weg gefunden habe. Einen Platz, den ich wiedererkannt habe und mich wieder orientieren konnte.

Montag, 15. Oktober 2007

neue Bilder

Japan 3

Freitag, 12. Oktober 2007

Meine erste Begegnung mit der Polizei (Mittwoch 3.10.)



Hanna und ich waren nichts ahnend mit den Fahrrädern auf dem Weg zu Marlene (da es ihr Geburtstag war) und wollten vorher noch schnell bei einem Geschäft vorbei um was für meine Klasse zu kopieren.
Da ich bemerkt hatte, dass die Polizei hinter uns war bin ich extra nicht einfach so abgebogen sondern auf einen Parkplatz gefahren (um abzusteigen und das Rad über den Fußweg über die Straße zu schieben).
Kaum waren wir auf dem Parkplatz kam auch schon das Polizeiauto abgebogen, zwei Polizisten stiegen aus, die auch prompt zu uns rüber kamen und uns auf Japanisch ansprachen.
Wir haben zuerst nicht verstanden was sie von uns wollten.

Als wir der Polizei dann verrieten, dass wir aus Deutschland sind war die Reaktion des einen Polzisten „Oh Deutschland, da lebt meine Schwester auch. Sie wohnt in „Freiuburgu“ (also Freiburg).

Sie stellten weiter Fragen, von denen wir nur sehr wenig verstanden, da sie kaum Englisch und wir nur sehr wenig Japanisch konnten. Nach einiger Zeit waren wir so weit, dass es wohl irgendwie um die Fahrräder ging. Sie wollten irgendwelche „Security Nummern“ von uns wissen, fragten woher wir die Fahrräder haben und wollten unsere Ausweise sehen.
Als die Polizisten „Passport“ lasen waren sie sehr erleichtert.
Sie haben dann auch gleich ganz fleißig so ziemlich jede Nummer, die sie irgendwo auf meinem Pass gefunden haben, über Funk weitergegeben.
Also wir ihnen dann erzählten, dass wir als freiwillige Helfer in der Kirche für ein Jahr in Japan sind, sie unsere Adresse notiert hatten, Hanna ihren Nachnamen auch in Hiragana aufgeschrieben und wir ihnen erklärt hatten, dass die Fahrräder ein „Geschenk“ der Missionsgesellschaft seinen durften wir dann 15 Minuten später weiterfahren.

Alles in allem hatten wir (je länger die ganze Angelegenheit dauerte) immer stärker das Gefühl, dass den beiden einfach ein bisschen langweilig war. Und die Tatsache dass Gaijins (wie Ausländer hier genannt werden) nicht mit den neusten Fahrrädern rumfahren hat sie wohl doch überrascht.

Allerdings wollten wir dann nicht drauf verzichten auch noch unseren Spaß zu haben und haben kurzer Hand gefragt, ob wir noch ein Foto machen dürfen … da haben sie sich gefreut.